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Unglücklicher Saisonbeginn für den JCS

Der erste Kampf des neuen Jahres, welcher der JCS durch einen freiwilligen Rückzug eines Konkurrenzteams doch wieder in der 1.Liga bestreiten wird, fand am Samstag in Kriens statt. Mit mehreren Leistungsträgern in den Skiferien sowie zwei leicht Verletzten waren die Voraussetzungen für die Schaffhauser alles andere als optimal, insbesondere da der erste Gegner, das Judo Team Ticino, letztes Jahr um den Ligameister mitgekämpft hatte. Philipp Schwander in der Kategorie -73kg zeigte einen soliden Kampf gegen einen sehr agilen Gegner, wurde dann aber mit Ippon geworfen. Philippe Masson in der Kategorie -81kg konnte sich nicht aus einem Festhaltegriff befreien in den er nach einem Waza-Ari Wurf seines Kontrahenten geriet. Damit musste im Schwergewicht This Vögele bereits den ersten Matchball abwehren – was ihm in sehenswerter Weise gelang. Ein Ippon-Seoinage wie aus dem Schulbuch brachte die Höchstwertung ein. Gregor Forster im Leichtgewicht kam hingegen nicht ganz mit seinem sehr schnellen Gegner zurecht und wurde mehrmals mit einer kleinen Wertung geworfen bevor er überhaupt einen eigenen Angriff ansetzen konnte. Schlussendlich setzte sich der Tessiner mit einem Standippon durch. Martin Duss in der Kategorie -90kg konnte sich mit einem Schulterwurf durchsetzen und noch zwei Punkte für die Schaffhauser erzielen.

JT Ticino – JC Schaffhausen 6:4 (30:20)

Gegen den Aufsteiger Kriens machte wieder Schwander den Anfang und hielt sich ausgezeichnet. Kurz vor Mitte der Kampfzeit konnte er dann einen schönen Uchi-Mata durchsetzen, erhielt jedoch nur eine Waza-Ari Wertung für seinen Wurf. Danach konnte er jedoch konditionell nicht mehr mit seinem Gegner mithalten und wurde gegen Ende des Kampfes mit Stand-Ippon geworfen. Coach Fabian Stelling übernahm den Kampf -81kg trotz Verletzung selbst und konnte von zwei Angriffsversuchen beide mit jeweils einem Waza-Ari erfolgreich zu Ende bringen und den Kampf somit vorzeitig gewinnen. Vögele bekam es im Schwergewicht mit einem gewichtsmässig wesentlich leichteren aber sehr kräftigen Gegner zu tun, der ihn nach weniger als einer Minute auf dem falschen Fuss erwischte und einen De-Ashi-Barai Fussfeger zu einem vorzeitigen Kampfgewinn nutzen konnte. Forster bekundete grosse Mühe den ständigen Ippon-Seoinage Angriffen seines Kontrahenten standzuhalten und wurde bei einem versuchten Konter dann mit einem Ko-Uchi-Gari entscheidend geworfen. Den letzten Kampf des Tages bestritt wiederum Duss, der stehts die Oberhand behielt und sich auch durch eine blutende Nase nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen liess. Nach zweimaligem Festhaltegriff aus denen sich der Krienser jedoch jeweils befreien konnte, beendete er den Kampf mit einem Stand-Ippon.

Mahari Kriens – JC Schaffhausen 6:4 (30:20)

Somit begann die diesjährige Saison für die Schaffhauser ähnlich wie die Letzte mit zwei denkbar knappen Niederlagen.

 

Als letzter Wettkampf des Jahres findet traditionell das Chlausturnier des Judo-Club Schaffhausen statt. Nahezu 50 Judokas unter 15 Jahren fanden sich am Sonntag, 4.12.2011 im Dojo Sommerwies ein. Viele Verwandte und Bekannte feuerten von den Zuschauerrängen aus ihre Hoffnungsträger an und am Ende ging niemand leer aus, verteilte doch der Samichlaus persönlich neben den Medaillen auch Chlaussäcke an alle Kämpfer und Kämpferinnen.

Sportlich gesehen stand die Verteilung des Titels „Clubmeister 2011“ an oberster Stelle. Pascal Vögele, der nach den drei Turnieren während des Jahres aus der Besten Position startete, liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er gewann alle seine Kämpfe mit der Höchstwertung und konnte somit die begehrte Auszeichnung entgegennehmen. Die Jahreswertung des Technikerpreises konnte Marc Zimmermann für sich entscheiden. Am Chlausturnier konnte jedoch ein anderer die meisten Stand-Ippons verzeichnen und den Wanderpokal entgegen nehmen: Toni Hummel schaffte das Kunststück alle seine Kämpfe mit einem perfekten Wurf zu beenden.

Resultate:

Clubmeisterschaft: 1. Pascal Vögele, 2. Marc Zimmermann, 3. Jonathan Cheybani

Gruppe 1: 1. Sebastian Cheybani, 2. Alina Notz, 3. Johannes Hauser, 4. Alexander Romberg,
5. Fabian Stör, 6. Katinka Kilian

Gruppe 2: 1. Jan Eggli, 2. Marvin Abram, 3. Johanna Spitz, 4. Marc Ackermann,
5. Ivan Lange, 6. Marla Fehlmann

Gruppe 3: 1. Pascal Vögele, 2. Nico Meier, 3. Noah Specker, 4. Daniel Hostettler,
5. Severin Rigling, 6. Jorina Duss

Gruppe 4: 1. Carlo Meier, 2. Benjamin Hajdini, 3. Celento Kilian, 4. Yves Ackermann,
5. Andreas Van Vliet, 6. Michelle Eugster

Gruppe 5: 1. Marc Zimmermann, 2. Gian Wolanin, 3. Tim Körner, 4. Irina Kaiser,
5. Luisa Ritschard, 6. Ciril Wolanin

Gruppe 6: 1. Toni Hummel, 2. Jonathan Cheybani, 3. Noah Ackermann, 4. Kilian Pfister,
5. Alexander Vögelin, 6. Sandro Ringeisen.

Gruppe 7: 1. Roger Nägeli, 2. Julian Schmid, 3. Raphaël Vuilleumier, 4. Luca Städeli,
5. Leon Krause, 6. Lukas Langhart

Gruppe 8: 1. Raphaël Grässli, 2. Jonas Gasser, 3. Robin Roth, 4. Carolina Laranjeira,
5. Nelson Dias, 6. Pablo Bertsch
 

Hilfe für Japan

Liebe Freunde, Gönner und Mitglieder des Judo-Club Schaffhausen

Gleich nach dem grossen Erdbeben und dem zerstörerischen Tsunami vom 11. März 2011 startete der JC Schaffhausen einen Aufruf zur Spendenaktion „Help for Japan“. Da viele unserer Judoka und Freunde das betroffene Gebiet von ihren Aufenthalten in der „Tohoku Ju-Sen“ sehr gut kennen, war die Bestürzung über diese Katastrophe bei uns besonders gross.

Gleichzeitig nahmen Masaki Negishi (Bern) und Matthias Frey (Tokyo) Kontakt mit dem Schweizerischen Judo & Ju-Jitsu Verband auf. Mit ihrer Hilfe wurde eine Sammelaktion des SJV für die Opfer in der betroffenen Region ins Leben gerufen, wobei man gezielt die dortigen Judoka unterstützen wollte. Dies war der Anfang der Aktion “Judoka for Judoka” des SJV. Ganz im Sinne des Judo-Grundsatzes “Seiryoku Zenyo - Jita Kyoei” (Bester Einsatz der Kräfte für das Wohlergehen aller) wollten wir unseren Judo-Freunden im Norden Japans solidarisch beistehen.

Wir haben jeweils auf unserer Homepage auf den aktuellen Stand unserer Spendenaktion hingewiesen. Bis zum Abschluss unserer Spendenaktion Ende Mai haben 58 Spender total CHF 14‘540.00 auf unser Spendenkonto überwiesen. Dass so viele Freunde, Gönner, Passiv- und Aktivmitglieder des Judo-Club Schaffhausen die Betroffenen der Naturkatastrophen in Japan mit einem Beitrag unterstützt haben, hat uns sehr gefreut. An der Sitzung vom 10. August 2011 haben Vorstand und TK des JCS beschlossen, den Spendenbeitrag zu Lasten der Clubkasse auf CHF 15’000.00 „aufzurunden“. Diesen Betrag haben wir am 15. August 2011 an den Schweiz. Judo-Verband (SJV) überwiesen.

Dank der verschiedenen Spendenaktionen des SJV sowie des Spendenbeitrages des JCS wurden insgesamt über Fr. 35‘000.-- gesammelt. Dieser Betrag ist jetzt zu gleichen Teilen (je JPY 1‘134‘910) an die drei Judoverbände von Iwate, Fukushima und Miyagi überwiesen worden. Das Geld wird für den Wiederaufbau der Dojo in der Region Tohoku, sowie für die Unterstützung der Judoka der drei Verbände eingesetzt.

Selbstverständlich haben sowohl der JCS wie auch alle Helferinnen und Helfer der Spendenaktionen auf Spesen und Administrationskosten verzichtet, sodass die Spenden vollumfänglich den Betroffenen zur Verfügung stehen.

Wir danken allen unseren Spendern ganz herzlich für ihre grosse Unterstützung!

 

Judo Club Schaffhausen

 

Der Präsident: Matthias Hunziker

 

Trainings-Weekend mit Masaki Negishi

Am 22./23. Oktober 2011 fand wieder das traditionelle "Schaffhauser Herbst-Weekend" statt. Wieder einmal mehr konnte der japanische Judolehrer Masaki Negishi vom Sport-Center Nippon Bern für die Leitung des Trainings gewonnen werden. Mit ihm haben auch Mitglieder des Berner Talentkaders, sowie einige Judoka vom JC Uster teilgenommen. Nach dem lehrreichen und intensiven Training vom Samstagnachmittag konnten sich die Teilnehmer beim "Wellness"-Programm mit Sprudelbad und Sauna im Hallenbad Rheinau von den Strapazen erholen. Ermöglicht wurde uns dies durch unser Mitglied Markus Lienhard, welchem wir hier nochmals herzlich für sein Engagement danken. Zum anschliessenden Nachtessen reisten wir wieder ins Dojo zurück.

Die auswärtigen Judoka konnten im Dojo übernachten, während die Schaffhauser erst wieder zum morgendlichen Training erschienen. Nach dem Technik-Teil vom Sonntagmorgen konnten sich die Teilnehmer erneut im Randori messen. Abschluss dieses interessanten Trainingslagers war dann das gemeinsame Mittagessen. Insgesamt haben über 30 Judoka an diesem lehrreichen Weekend teilgenommen.

 
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